
Die Mestliner Wehr agierte an der Vorderfront...

...während die Goldberger Kameraden
von der Seite her agierten
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Es ist Freitag, wenige Minuten nach 18.30 Uhr - die
Sirenen heulen in Mestlin und in Goldberg. Zu diesem Zeitpunkt wissen
die Kameraden noch nicht, dass es diesmal "nur" eine Übung ist.
Es ist die erste Übung des Jahres 2010 auf der Ebene des Amtes
Goldberg-Mildenitz. "Wir wollen testen, wie die Kameraden mit den
Steckleitern hantieren, da dies in der Vergangenheit mitunter ein
Problem darstellte", so der Amtswehrführer des Amtes
Goldberg-Mildenitz Erwin Hennich.
Nur wenige Minuten nach der Alarmierung rollt das TLF der Mestliner
Wehr in die Parchimer Straße. Hier im ehemaligen, jetzt leerstehenden
Pflegeheim, sollen auf der Terrasse in der ersten Etage Jugendliche mit
Feuer gespielt haben. Dieses, so das Szenario, sprang dann auf das
Gebäude über und versperrte den Jugendlichen den Rückweg. Während
Wehrführer Bernd Jörs seine Kameraden am Einsatzfahrzeug instruierte,
trafen auch der ELW und das TLF der Goldberger Wehr an der
Übungsstelle ein.
Nach deren Einweisung begannen auch sie mit der Rettung der
"eingeschlossenen" Jugendlichen und bereiteten sich zugleich auf das Löschen des
Feuers vor. Die Einsatzstelle wurde ausgeleuchtet, die
Atemschutzträger waren ausgerüstet, die Steckleitern angelegt und die
"Rettung" der Jugendlichen konnte beginnen.
Zugleich wurde eine Wasserstrecke auf einer Länge von etwa 100 Metern
aufgebaut, um Löschwasser zu haben.
"Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, es hat alles
geklappt. Die kleineren Fehler werden wir demnächst ausmerzen", so der
Amtswehrführer. Er zeigte sich auch sehr zufrieden über die gute
Einsatzbereitschaft und das genügend Einsatzkräfte zur Verfügung
standen.
Unverständnis allerdings für so eine Übung hatten andere. So meinte
eine Frau, dass man die Übung doch vorher ankündigen sollte, außerdem
versperren die Fahrzeuge den Weg. "Doch eine Übung soll wie im
Ernstfall ablaufen und die Einsatzbereitschaft testen, da kann man
nicht alles vorher bekannt geben", so Hennich.