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Mestlin war im März 2007
Drehort für Szenen für den Spielfilm:

"Novemberlicht"
(siehe auch: www.novemberlicht.com)

In der Lokalausgabe Parchim der Schweriner Volkszeitung vom 10.03.207 ist zu lesen:

„Achtung, Kamera läuft“

Filmdrama entsteht u.a. in Mecklenburg / Bekannte Schauspieler vor Ort


Die Hauptdarsteller:
Anna Maria Mühe, Hermann Beyer
und Christine Schorn

Mestlin (Michael-Günther Bölsche) • Einmal wieder bildete der zentrale Platz in Mestlin in dieser Woche die Kulisse für Szenen eines Spielfilms. „Novemberlicht“ heißt er und so ein bisschen diffus wie Herbstnebel scheint auch die Handlung des Streifens zu sein. Es ist kurz nach 13 Uhr, die ersten Neugierigen aus dem Dorf sammeln sich am Marx-Engels-Platz und wollen Zaungäste bei einer Filmproduktion sein. Doch noch ist von Kameras und Scheinwerfern nichts zu sehen. Nur ein Tross von Fahrzeugen rollt mit Technik und Kulissen an. Als eines der ersten meldet der fahrende Imbisswagen Einsatzbereitschaft.
Wenig später trifft die Aufnahmeleitung um Daniel Rillmann ein. Auch die Schauspieler sind im Anmarsch. Bei den Zuschauern am Straßenrand kommt erste Unruhe auf: Wann geht das los? Wer sind die Darsteller und was passiert hier?
Der 1. Aufnahmeleiter Daniel Rillmann erläutert, dass hier eine Filmszene für ein Drama gedreht wird. „Seit einigen Wochen sind wir im Raum Malchow, seit einigen Tagen in Groß Niendorf und jetzt hier in Mestlin“, so Rillmann. Mit dabei in den Hauptrollen und auch in Mestlin live zu sehen: Christine Schorn (u.a. „Good bye Lenin“), Anna Maria Mühe (u.a. „Tatort“, „Polizeiruf 110“, „SOKO Wismar“) und Herrmann Beyer (u.a. „Jakob der Lügner“, „Polizeiruf 110“)


Das Kamerateam um Frank Lamm (m.)

Mittlerweile ist es weit nach 15 Uhr, der Regisseur Christian Schwochow ruft die Schauspieler zur Probe des Bildes 35. Immer und immer wieder schieben Anna Maria Mühe und Christine Schorn den im Rollstuhl sitzenden Hermann Beyer über das holprige Kopfsteinpflaster. Text und Handlung müssen sitzen – dann ertönt endlich das Kommando „Achtung, Ruhe bitte, wir drehen!“ Auch dies dauert seine Zeit. Zum einen muss wiederholt werden, bis die Szene „gestorben“ , also im Kasten ist und zum anderen werden noch unterschiedliche Kameraeinstellungen vorgenommen. Das, was hier Stunden andauert, flimmert in nur knapp einer Minute über den Bildschirm. Manche der Zuschauer sind etwas enttäuscht: Das soll alles sein?, keine Action? Was ist das für eine Handlung und warum in Mestlin?
„Hier herrscht noch eine gewisse DDR-Atmosphäre auf dem Platz, die wir für unser Drama benötigen“, klärt der Aufnahmeleiter auf. Denn der Film spielt um 1980, als die junge Anna einen Deserteur der Sowjetarmee versteckt. Gemeinsam fliehen sie in den Westen und lassen ihre sechs Monate alte Tochter Inga zurück. 25 Jahre später trifft die Tochter auf den Konstanzer Literaturprofessor Robert, der die Mutter einst auf einem Seminar kennen gelernt hatte. Gemeinsam machen sich die jungen Leute auf die Suche nach den Spuren der Mutter, die Inga tot glaubte. So kommt sie wieder nach Mecklenburg. Doch was Inga alles erlebt und ob ihre aufkeimende Liebe zu Robert erwidert wird, das sei hier noch nicht verraten.
Mittlerweile ist es dunkel geworden, die Einstellungen sind im Kasten und die Crew zieht weiter. In den Abendstunden bildet die Straße nach Groß Niendorf die nächste Kulisse. Baustellenampeln regeln den Verkehr und sorgen dafür, dass keine modernen Fahrzeuge ins Bild fahren und wieder heißt es: „Achtung, wir drehen!…"

 

Anna Maria Mühe in der Maske bei Michael Faralewski

 

Bei den Proben; Schauspieler Christine Schorn und Hermann Beyer mit Regisseur Christian Schwochow (re.)

Noch eine Probe (links) ...  und   ... "Achtung: Wir drehen, Ruhe bitte!"

 

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