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Das Kulturhausjubiläum im Spiegel der Presse


Schweriner Volkszeitung, Lokalausgabe Parchim, vom 16. Oktober 2007
Ein Prunkbau feiert Jubiläum
Mestliner Kulturhaus wird 50 / Zentrum des kulturellen
Lebens auf dem Lande
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Das Mestliner Kulturhaus feiert in diesem Monat seinen
50. Geburtstag. Das Haus, welches zu DDR-Zeiten weit über die Kreisgrenzen
hinaus bekannt war, bildete seinerzeit einen Mittelpunkt des kulturellen
Lebens auf dem Lande.
Am 19. Oktober 1957 wurde die kulturelle Einrichtung
eingeweiht. Es war von Anfang an ein Prunkbau in dem relativ kleinen Ort und
ähnelte sehr dem drei Jahre zuvor eingeweihten Bau in Murchin im damaligen
Kreis Anklam. Die Idee entstammt der II. Parteikonferenz der SED und war Teil
der Umgestaltung des Ortes zu einem sozialistischen Musterdorf. Weitere Bauten
wie Landambulatorium, Schule, Kindergarten und Wohnhäuser folgten.
Der Architekt Erich Bentrup entwickelte ein kulturelles Zentrum mit einem
Hörsaal, einem Gymnastik- und Tanzraum (der späteren Bibliothek), einem
Klubraum mit Gaststätte (Gummisaal), einem großen Saal mit Bühne sowie
verschiedenen Nebenräumen und einem großen weiträumigen Foyer. Über 50 000
Besucher strömten jährlich in das Haus, deren Mitarbeiter vielseitige
Veranstaltungen organisierten.
Optimale Bedingungen für Profitheater und Laien
Neben den Arbeitsgemeinschaften gab es ein Dorftheater, in dem die
Mestliner selbst auf der großen Bühne agierten, die alle Voraussetzungen für
ein Theater bot. Ein Schnürboden für die Kulissen sowie ein Scheinwerferboden
sorgten für optimale Bedingungen für das Laientheater, aber auch für die
professionellen Theater. Das Landestheater Parchim, das Ernst-Barlach-Theater
Güstrow und das Schweriner Staatstheater und die Fritz-Reuter-Bühne
gastierten einst regelmäßig.
Die Kulturhausleiter, unter anderem Hans Matuschewski, Karl-Heinz Beckendorf
und Lothar Lauckner, hatten es schon damals nicht leicht, dieses große Haus so
zu führen, dass zum einen den kulturellen Vorgaben von Partei und Regierung
Rechnung getragen wurde, andererseits das Veranstaltungsangebot vielseitig und
interessant war. Aber es funktionierte.
Wer erinnert sich nicht an die Maisfeste, die Pfingstmärkte, die
Boxveranstaltungen des SC Traktor Schwerin mit seinem damaligen Trainer Fritz
Sdunek und an die vielen Konzerte bekannter Künstler wie Herbert Roth oder
Bärbel Wachholz. Die damalige Konzert- und Gastspieldirektion Schwerin ließ in
diesem Hause neue Unterhaltungsshows fürs In- und Ausland produzieren.
Erinnert sei an die Gruppe Exzentra, damals noch mit dem heutigen Duo „Plattfööt“
besetzt, und an Gerd Michaelis mit seinem Chor…
Dann kam die Wende 1989/1990. Über diese Zeit berichten wir in einer unserer
nächsten Ausgaben.
(Michael-Günther Bölsche)
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Schweriner
Volkszeitung, Lokalausgabe Parchim, vom 17. Oktober 2007
Vom Disco-Palace zum leeren Haus
Mestliner Kulturhaus nur noch sporadisch genutzt /
Noch immer fehlen Konzepte
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Das Mestliner Kulturhaus feiert in diesem Monat seinen
50. Geburtstag. Das Haus, welches zu DDR-Zeiten weit über die Kreisgrenzen
hinaus bekannt war, verzeichnet nach der Wende und einer Disko-Zeit nur noch
sporadischen Besuch.
Karl-Heinz Danzer hatte als Kulturhausleiter die
schwierige Aufgabe, das Kulturhaus über die politische Wende und damit in ein
neues Zeitalter zu führen. Doch die Versuche, mit Spielautomaten, Videothek
und Verkaufsmessen das Haus über Wasser zu halten, waren letztlich zum
Scheitern verurteilt. Als Fehler sollte sich eine Entscheidung der damaligen
Gemeindevertretung herausstellen. Sie beschloss mehrheitlich, das Haus einem
Hamburger für eine Großraumdiskothek zur Verfügung zu stellen.
Noch 1990 im Mai glaubte man an gute Zeiten. Der letzte Pfingstmarkt mit einem
Vorausscheid zur Wahl „Miss Mecklenburg“ war vielversprechend. Damals nahmen
Birgit Schumacher aus Möderitz und Christina Förster aus Parchim daran teil.
Der neue Nutzer baute das Haus zum Joy-Disco-Palace völlig um, wobei viele
Ein- und Ausrüstungsgegenstände – wie die großen Glaskronleuchter aus dem Saal
oder die Beleuchtungseinrichtung – auf der Müllkippe landeten. Saal und das
Foyer präsentierten sich nun in dunklem Farbton. Die Großraumdisko lockte ab
1991 in den ersten Monaten an jedem Wochenende Tausende Jugendliche in das
Haus. Von jeder verkauften Eintrittskarte sollte die Gemeinde eine D-Mark
erhalten – doch darauf wartet man noch heute vergebens.
Etliche heutige Diskogrößen wie DJ Bobo gaben im Kulturhaus Mestlin ihre
Visitenkarte ab. Doch die Diskozeit neigte sich dem Ende zu. Andere
Großraumdiskotheken waren mittlerweile konkurrenzfähiger geworden.
Nach der Disko-Palace-Zeit blieb nur ein Chaos zurück Der Disco-Betreiber
verschwand. Der nachfolgende Betreiber blieb auch nicht lange und hinterließ
1996 ein Haus, welches total verwüstet war. Technische Einrichtungen wie die
Filmvorführgeräte fehlten und der Parkettfußboden war auf Grund geplatzter
Heizkörper im Saal und Hörsaal aufgequollen.
Im Mai 1997 gründete sich unter der Leitung von Frank Apitz ein Förderverein
Kulturhaus e.V.. Ein wichtiger Verdienst dieses Vereins war die Sanierung des
Daches mit der noch wichtigeren Dachentwässerung im Jahre 2000, welche
immerhin fast 560 000
D-Mark kostete. Mit Hilfe des Vereins konnten verschiedene Fördertöpfe
angezapft werden. Auch die Herrichtung des einstigen Gummisaales ist den
Mitgliedern des Fördervereins zu danken. Zum Erntefest 1999 wurde er wieder
als Veranstaltungsraum genutzt und steht seither der Gemeinde zur Verfügung.
Ende 2004 löste sich der Verein auf.
Keine neuen Ideen für eine wirtschaftliche Nutzung Die Gemeinde ist mit der
Erhaltung – von einem wirtschaftlichen Betrieb ganz abgesehen – weit überfordert.
Zwar wurden mehrfach Versuche gestartet, eine neue Nutzungsmöglichkeit zu
finden, doch es erwiesen sich bisher keine Ideen als umsetzbar. Von einem
DDR-Museum und einem archäologisches Museum war die Rede. Ein im Rahmen des
europäischen Leader+ Förderprogrammes erstelltes Projekt von der Rostocker
Planungsgesellschaft Wagner brachte außer Kosten von über 30 000
Euro keine realisierbaren und finanzierbaren Erkenntnisse.
So bleibt die Gemeinde
Mestlin weiterhin mit dem riesengroßen, überdimensionierten Kulturhaus sich
selbst überlassen.
(Michael-Günther Bölsche)
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Schweriner
Volkszeitung, Lokalausgabe Parchim, vom 22. Oktober 2007
Eine "traurige
Freudigkeit"
50. Geburtstag: Mestliner erwecken ihr Kulturhaus für
einen Tag zum Leben
Am Sonnabend war das Mestliner Kulturhaus für einen Tag voller Leben.
Anlässlich des 50. Geburtstages kamen viele, die mit ihm groß geworden waren
und andere, die den geschichtsträchtigen Bau erst kennenlernen wollten.
Der Sonnabend im Kulturhaus Mestlin stand ganz im Zeichen des Wiedersehens.
Wiedersehen mit Freunden, mit Weggefährten - und mit der kulturellen
Einrichtung, mit der viele ganz persönliche Erinnerungen verbinden. Etliche
Mestliner erhielten als kleine Kinder im Hörsaal ihre Namensweihe, wurden im
großen Saal eingeschult und erlebten hier die Jugendweihe. Die
Abschlussprüfung in der 10. Klasse fand ebenfalls im großen Saal statt - da
war das Abschreiben gar nicht so einfach. Im Standesamt in der oberen Etage
gaben sich die jungen Paare das Ja-Wort. Andere wiederum kamen zu den
Veranstaltungen wie Kino, Tanz oder den Arbeitsgemeinschaften oder waren Gast
bei den zahlreichen Betriebsfeiern und Konferenzen.
An all das erinnerte eine Ausstellung, die die einstige Dekorateurin Ulrike
Weller gestaltet hatte. Doch bei aller Erinnerung kam bei den meisten
Besuchern auch Wehmut auf. Nicht, weil diese Zeiten der Vergangenheit
angehören und man in Erinnerungen schwelgen konnte, sondern angesichts des
heutigen Zustandes des einst prächtigen Kulturhauses. Bei mehreren Führungen
durch die Räumlichkeiten sahen viele zum ersten Mal hautnah, wie sich das
Gebäude in nur wenigen Jahren zum Schlechten veränderte. Während von fleißigen
Händen das Innere gereinigt wurde und sich somit sauber präsentierte, zeigten
sich die meisten Besucher geschockt über Spuren der Verwüstung - vor allem im
Tonstudio und im Filmvorführraum. Als die Gäste den Saal betraten, in dem sie
einst tanzten, erinnerte sie dessen Zustand eher an eine Trauerhalle.
Im einstigen Gummisaal (wegen des Fußbodenbelags) kam dann aber doch die
erhoffte Geburtstagsfreude auf. Hier sorgten am Vormittag der Warnow Chor des
Mestliner Kulturvereins und die Grundschule für musikalische Stimmung. Am
Nachmittag gab es Plattdütsches von Klaus-Jürgen Schlettwein und jagdliche
Klänge der Parchimer Jagdhornbläser sowie der "Mestliner Dachse".
Im Foyer kamen viele Besucher angesichts der zahlreichen Fotos und
Zeitdokumente ins Gespräch und erinnerten sich. Henny Barsuhn, selbst etliche
Jahre in diesem Hause tätig, hatte eine besondere Rarität mitgebracht. Sie
besaß noch die offizielle Einladungskarte zur Eröffnung vor 50 Jahren. Henny
Barsuhn war nicht die einzige, die als ehemalige Mitarbeiterin an diesem Tage
das Haus betrat. Annemarie Dankert, Lina Zolldann, Helga Jentsch, Monika
Neumann, Erwin Schiller, Ulrike Weller, Ute Neumann, Susanne Kudernak,
Cornelia Personke und Margot König gehörten ebenfalls dazu.
Doch nicht nur die Erwachsenen sahen sich um, auch die Jüngsten entdeckten das
Kulturhaus für sich. Wie einst ihre Eltern und Großeltern tobten sie durch das
Foyer und über die Treppen - ganz so, als würden sie es tagtäglich tun.
Ob solch fröhliches Treiben hier eines fernen Tages wieder alltäglich werden
könnte, davon wagen die Mestliner nicht mehr zu träumen. So viel ist klar: Die
Gemeinde allein hat nicht die Finanzkraft, um dem Kulturhaus wieder Leben
einzuhauchen.
(Michael-Günther Bölsche)
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Schweriner
Volkszeitung, Lokalausgabe Parchim, vom 22. Oktober 2007
Meinungen
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Lina Zolldann (87), Parchim
Es ist ein trauriger Zustand. Ich habe hier schon bessere Zeiten erlebt.
Viele Jahre habe ich hier gearbeitet, war für die Sauberkeit
mitverantwortlich. Es ist eine Sauerei, dass man das alles so hat
verkommen lassen.
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Torsten Kort (46), Mestlin
Ich habe keine Träume, hoffe aber auf eine neue Chance für das
Kulturhaus, Voraussetzung ist die Sanierung. Dazu bedarf es aber einer
intensiveren Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden in der gesamten
Region.
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Manfred Streek (67), Domsühl
Es ist ein erschreckender Zustand, ich habe hier eine Zeitspanne meines
Arbeitslebens verbracht. Noch kurz vor der Wende wurde von uns neue
Studiotechnik im Kulturhaus installiert. Ich sehe hier keine Chance
mehr.
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Peter Cwielag (56), Mestlin
Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge. Lachen
aus Freude über das Fest heute und weinen, wenn man den aktuellen
Zustand sieht. Woher sollen die Leute strömen, um hier wieder Leben
einzuhauchen?
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Klaus-Jürgen Schlettwein (69),
Schlowe
Ich bin dem Kulturhaus noch sehr verbunden. Ich habe hier viele
Veranstaltungen gestalten dürfen, unter anderem die Plappermöhl. Es ist
schade, wenn man solche Einrichtungen fallen lässt. In mir ist eine
traurige Freudigkeit am heutigen Tag. |
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Uwe Schultze (58), Mestlin
Fast jeder Mestliner hat seine Beziehung zum Kulturhaus, von der
Namensweihe über Einschulung, Jugendweihe, Disko bis zur Hochzeit.
Leider sind wir als Gemeinde überfordert mit der Instandhaltung,
Sanierung und Nutzung dieses Riesenhauses. |
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Schweriner
Volkszeitung, Lokalausgabe Parchim, vom 22. Oktober 2007
Malwettbewerb entschieden
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Anlässlich des Geburtstages des
Kulturhauses Mestlin hatte die Grundschule zu einem Malwettbewerb
aufgerufen. Die Mädchen und Jungen sollten das Haus so malen, wie sie es
sich wünschten. Auffallend war, dass viele Kinder die Bilder mit
fröhlichen optimistischen Farben versahen. Den Sieg holte sich Annett
Laak aus der Klasse 3 vor Lea Micheel aus der 4. Klasse. Den dritten
Platz gewann Marlene Behrens, ebenfalls aus der 4. Klasse.
MGB
siehe auch:
hier |
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Hallo Nachbar, vom 27. Oktober 2007
Wandeln in einer
"Trauerhalle"
"Oh
mein Gott, das sieht ja hier aus wie in einer Trauerhalle",
dieses weniger schmeichelnde Lob war mehrfach zu hören, als die Besucher
anlässlich des Geburtstages des Mestliner Kulturhauses den großen Saal
betraten. Die meisten von ihnen kannten das Haus aus deutlich besseren Zeiten,
als hier drin noch geschwoft wurde.
Mestlin (hst). Bürgermeister Uwe Schultze meinte, dass 50
Jahre ein Grund zum Feiern seien. "Man stehe als Mensch
mitten im Leben", so das Gemeindeoberhaupt in seiner
Festrede. Doch in Mestlin, dem einstigen sozialistischen Musterdorf, gehen die
Uhren anders. 33 Jahre lang hatten die Mestliner von Kindesbeinen an das Haus
für sich. Sie feierten hier die Namensweihe im Hörsaal, ihre Einschulung, die
Jugendweihe und etliche auch ihre Hochzeit. Viele trafen sich in
Arbeitsgemeinschaften wie dem Dorftheater, dem Fotozirkel, dem Nähzirkel...
Die Jugend- und Familientanzabende, die Ernte- und Betriebsfeste sind vielen
noch in Erinnerung. Das Kulturhaus Mestlin war wegen seiner Bauweise, seiner
Größe und seiner Lage mit einem riesigen Parkplatz weit über die Kreisgrenzen
hinaus beliebt. Doch diese Zeiten gehören zur Geschichte.
Heute steht das Haus leer, lediglich die Marder (so zeigen die
"Hinterlassenschaften") haben hier eine trockene
Unterkunft gefunden. 90 Prozent des Hauses sind nicht mehr nutzbar. Nach der
Großraumdiskothek, die eigentlich viel Geld in die Gemeindekassen spülen
sollte, war das Haus leer. Die Betreiber haben alle zuvor funktionierende und
zum Teil fast neue Technik inklusive Ausstattungsteile, wie die großen
Saalkronleuchter, rausgerissen und das Haus zum Negativen umgebaut. Auch die
Filmvorführmaschinen und die Tontechnik waren "verschwunden".
Erst durch Gerichtsbeschluss übernahm die Gemeinde wieder die Gewalt über ihr
erstes Haus am Platze. Doch an eine kontinuierliche Kulturarbeit war und ist
nicht zu denken. Erst ein zeitweilig existierender Förderverein schaffte es,
den einstigen Gummisaal (hatte seinen Namen wegen des Fußbodenbelags) wieder
für Veranstaltungszwecke herzurichten. Somit steht wenigstens ein kleiner Saal
zur Nutzung bereit, der auch heizbar ist.
Die Sanierung ist trotz eines neuen Daches und der nötigen
Dachentwässerung nicht abgeschlossen. Doch was soll und was kann gemacht
werden und vor allem: Wo soll das Geld herkommen? Selbst bei Bewilligung von
eventuellen Fördermitteln fehlen der finanzklammen Kommune die aufzubringenden
Eigenanteile. Auch ein Konzept fehlt weit und breit. Ein professionelles
Konzept eines Planungsbüros kostete über 30.000 Euro,
doch auch hier kam unter dem berühmten Strich nichts heraus. "Für
all die Ideen und Gedanken fehlen die Eigenanteile. Es gab und gibt keine
positiven Antworten. Wir brauchen mehr, als nur gute Ratschläge. Wir
sind als Gemeinde völlig überfordert", so
Bürgermeister Schultze in seiner kurzen Festrede.
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Hallo Nachbar, vom 27. Oktober 2007
Jubiläumsfeier weckte
viele Erinnerungen
Parchim (hst).
Die Geburtstagsparty des Kulturhauses Mestlin selbst stand ganz im Zeichen des
Jubilars. Keine hochkarätigen Gäste waren geladen, sondern, dem jetzigen
Zustand des Hauses gerecht, wurde es im Wesentlichen von den Mestlinern selbst
gestaltet. Allen voran der Warnow-Chor des Mestliner Kulturvereins und der
Chor der Grundschule. Im Hörsaal in der oberen Etage wurden Filme über das
Haus gezeigt, die in den vergangenen rund zehn Jahren entstanden und bereits
im Fernsehen gezeigt wurden. Außerdem gab es Führungen durch alle Räume. In
dem zugänglichen Teil des Foyers waren Schautafeln aufgestellt, die sehr
eindrucksvoll die Geschichte dieses ländlichen Kulturzentrums darstellten.
Ein besonderer Dank geht an Ulrike Weller, die diese Tafeln anfertigte.
Sie sind ab sofort im Flur der Gemeinde zu besichtigen.
Den Nachmittag gestaltete der Entertainer Klaus-Jürgen Schlettwein aus Schlowe,
der bereits zu DDR-Zeit häufig hier auftrat. Den Abschluss des Tages bildete
der Auftritt der Parchimer Jagdhornbläser sowie der Bläsergruppe Mestliner
Dachse. Im Rahmen dieses Auftritts wurde der Malwettbewerb der Grundschule
ausgewertet (siehe auch:
hier).
Den 1. Platz belegte Annett Laak (Klasse 3). Den 2. Platz konnte Lea Micheel
aus der vierten Klasse erreichen, während Marlene Behrens von der Klasse 4 auf
den dritten Rang kam. Die weiteren Plätze belegten Hannes Herrmann, Laura
Hinz, Lucie Ortmann (alle Klasse 3) und Mariele Sauer aus der 4. Klasse. Auch
das Quiz zum Kulturhaus wurde ausgewertet. 13 Teilnehmer hatten alle zehn
Fragen richtig beantwortet und konnten sich über kleine Preise freuen.
Ausgeklungen ist das Geburtstagsfest mit einer Disko des Mestliners
Michael Satzer von der
Rollenden
Diskothek.
Einen großen Dank richtete der Bürgermeister Uwe Schultze an alle Beteiligten,
die am Gelingen dieses Festes ihren Anteil hatten.
Weitere Informationen und Fotos vom Jubiläumsfest sind unter
www.mestlin.de/jubilaeumsfotos.htm zu sehen.
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