Mestliner Pfarrhaus feiert 250 Jahre

Kurzchronik
Festgottesdienst

Folgender Zeitungstext wurde der
Schweriner Volkszeitung,
Lokalredaktion Parchim vom 09.08.2005 entnommen:
Haus der vielen Begegnungen
Mestlin • Am 14. August 2005 wird in der
Kirche zu Mestlin ein Festgottesdienst der Kirchgemeinde Mestlin-Techentin
gefeiert. Anlass sind der 250. Geburtstag des Pfarrhauses sowie der Beginn des
neuen Schuljahres.
Das Pfarrhaus ist von Anfang
an das Wohn- und Wirtschaftshaus der jeweiligen Pastoren und ihrer Familien
oder Haushälterinnen. Es dient meist zugleich als Winterkirche und als
Gemeinderaum. Ob Christenlehre, Konfirmandenunterricht oder die gemeinsamen
Treffen mit den Kirchgemeindegliedern – das Pfarrhaus ist stets ein Haus der
Begegnungen.
In Mestlin mehr als 20 Pastoren
Laut
Chronik der Gemeinde haben bisher 23 Pastoren hier gelebt und gearbeitet. Der
jetzige Pastor zur Anstellung, Kornelius Taetow, hat mit seiner Familie erst
in diesen Wochen das Haus nach kurzem Leerstand wieder mit Leben erfüllt. Der
bisherige Propst Jens Krause wechselte im Februar diesen Jahres nach
Neukloster.
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Der Ostgiebel des Pfarrhauses
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Die Anordnung der einzelnen Räume entspricht im
Wesentlichen noch immer dem einstigen Ursprung. So gelangt man von der
Südseite über eine breite Treppe in die große Diele. Gleich links ist das
Arbeitszimmer des Pastors, dahinter befindet sich der Gemeinderaum, rechts die
Privaträume der Pfarrersfamilie. Obwohl durch die Südlage fast den ganzen Tag
die Sonne auf die großen Fenster scheint, ist es meist angenehm kühl. Dafür
sorgen die riesigen alten Bäume, die dem Gebäude und dem angrenzenden
Pfarrgarten den nötigen Schatten spenden.
In der Chronik der Kirche zu Mestlin geblättert
1755 wurde
mit dem Bau des jetzigen Mestliner Pfarrhauses begonnen. Ein bereits 1653
errichtetes Gebäude war nach Informationen um 1784/1785 von Pfarrer Buchholz
nicht mehr sanierungsfähig. Das noch heute bestehende Gebäude, das im Jahr
1755 fertig gestellt wurde, ist in einem eichenen Fachwerk mit Steinwänden und
Steindach errichtet worden. "Es mißt in der Breite 80 Fuß, in der Tiefe 43
Fuß. Das Haus ist in sehr gutem Zustande, es enthält eine beträchtliche Reihe
hoher und zum Teil grosser Zimmer sowie die nötigen Wirtschaftslokalitäten",
schrieb um 1899 der Pastor Walter zu Mestlin. Das Pfarrhaus und das daneben
liegende Pfarrwitwenhaus aus der Zeit um 1750 prägen das Areal vor der Kirche,
die aus dem 13./14. Jahrhundert stammt.
Am 14. August wollen die Mitglieder der
Kirchgemeinde nach einem Festgottesdienst, der um 14 Uhr beginnt, sich im
Pfarrgarten an einer großen Kaffeetafel treffen. Den obligatorischen Kuchen
liefern die Frauen aus der Gemeinde. Zusätzlich ist eine kleine Tombola
vorgesehen, deren Erlös für die Renovierung der Gemeindeküche verwendet werden
soll. Pastor Kornelius Taetow bereitet in diesen Tagen auch ein Quiz mit
Fragen zum Thema Pfarrhaus und dessen Geschichte vor. Als Preise winken den
Siegern Fotos von verschiedenen Kirchen der Region um Mestlin.
Außer an das Jubiläum wird auch an den kürzlichen Schulanfang gedacht. Dieser
bedeutet für die Kirche: Jetzt beginnen die neuen Jahrgänge der Christenlehre
und Konfirmandenstunden in der Gemeinde.
Michael-Günther Bölsche
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Festlicher Gottesdienst aus Anlass des 250. Geburtstages des Pfarrhauses
am 14. August 2005
Mit einem festlichen Gottesdienst sowie
einer anschließenden gemeinsamen Kaffeetafel wurde der 250. Geburtstag des
Pfarrhauses gefeiert.
In seiner Festpredigt ging Pastor Kornelius Taetow sehr bildlich auf einen
Regenschirm ein. "Dieser ist gut bei Sonne und Regen. Er bietet Schutz. Auch
ein Haus bietet Schutz vor Regen, Sonne, Kälte, Sturm..."
Während der Regenschirm Schutz für
unterwegs bestens geeignet ist, bietet ein Gebäude - hier das Pfarrhaus -
Schutz zu Hause. Das Pfarrhaus war und ist Treffpunkt für die Gemeinde und
Wohnung für den jeweiligen Pastor. In den vergangenen Jahrhunderten wurde viel
geleistet zur Erhaltung des Gebäudes, sodass man nun den Geburtstag feiern
kann. Das Pfarrhaus ist neben der Kirche
- ein Ort des Treffens für Veranstaltungen
- ein Ort des Glaubens
- ein Ort, welcher Schutz bietet
- eine "Tankstelle" für die Seele
Gerade letzteres ist sehr wichtig. Schließlich braucht der Mensch derartige
Orte, wo er auftanken kann für die vielen Aufgaben, die das Leben stellt. Und
man solle sich nicht entmutigen lassen, wenn es mal nicht so läuft im Leben.
Mancher "Regentropfen" geht auch unter einen Schirm, aber dennoch er schützt
vor dem gesamten Regen.

Mit einer gemeinsamen Kaffeetafel klingt der
Tag aus
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