Palastkunst im Musterdorf
Ausstellung vom Juli bis August 2009

Das "Berlin" - Bild des Malers Walter Womacka ist im oberen
Foyer der Blickfang
Die Vernissage zur
Ausstellung "LückenStücke - Palastkunst im Musterdorf" wurde zu einem
vollen Erfolg. Zum einen waren sehr viele Gäste erschienen, die die Kunst
aus dem einstigen Palast der Republik sehen wollten, zum anderen aber
wurde es zum Erfolg, weil sich nun das untere und obere Foyer im sanierten
Zustand und (fast) wieder im alten Stil präsentierten. Allein dafür haben
die Mitglieder des Vereins "Denkmal Kultur Mestlin" e.V. ein ganz dickes
Lob verdient. Einigen der vielen Akteure, die den Vereinsmitgliedern dabei
halfen, wurde an diesem Nachmittag öffentlich Dank gesagt.
Nachdem die Studenten der Humboldt-Universität über das Entstehen der
Ausstellung und über die Zusammenarbeit mit dem Verein vor Ort sprachen,
konnten die vielen Bilder und Grafiken sowie die studentische Sichtweise
auf die Geschichte des Kulturhauses Mestlin bestaunt werden. Und das
Bestaunen ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn die meisten der Besucher
kannten zwar den Palast der Republik noch aus eigenen Erinnerungen und so
war es zum Teil ein Wiedersehen mit der Geschichte. Manches aber war ihnen
neu, denn einige Ausstellungsstücke waren seinerzeit in Bereichen
wie den Konferenzräumen ausgestellt, die dem normalen Besucher nicht
zugänglich waren.

Die restaurierte Karl-Marx-Büste aus dem
Kulturhaus sowie die Fotodokumentation dazu ist im unteren Foyer
zu sehen |

Im Hörsaal sind vor allem Landschaftsbilder zu sehen,
die einst in Konferenzräumen des Palastes hingen |
Dass das untere und
obere Foyer sich wieder in der ganzen Größe präsentieren, ist ein
Verdienst des Vereins "Denkmal Kultur Mestlin" e.V. und vieler Helfer.
Ihnen wurde öffentlich Dank gesagt für dieses Engagement.

das obere Foyer, Teil 1 |

das obere Foyer, Teil 2 |

das untere Foyer |

Das ist ein Teil der vielen Helfer der Sanierung, ihnen wurde öffentlich
Dank gesagt

Palastkunst im
Musterdorf
"Seenlandkunst"
zeigt Bilder aus dem Palast der Republik
|

Studenten beim Aufbau
der Ausstellung
|
Seit einiger Zeit kümmert sich der Verein Denkmal
Kultur Mestlin e.V. um eine Wiederbelebung des Kulturhauses. Bereits im
vergangenen Jahr waren im Rahmen der „Seenlandkunstausstellung“
Landschaftsfotografien von Angelika Lindenbeck zu sehen. In diesem Jahr
gibt es einen kulturellen und geschichtlichen Leckerbissen zu sehen.
„Gemeinsam mit Studenten der Kunstgeschichte der Berliner
Humboldt-Universität ist es uns gelungen, Kunst aus dem ehemaligen Palast
der Republik zu präsentieren“, erzählt die Leiterin der Mestliner Vereins,
Claudia Stauß.
Unter dem Titel „Lückenstücke – Palastkunst im
Musterdorf“ haben die Studenten unter der Leitung
von Dr. Christina Thomson erstmals in dieser gemeinsam Form eine
Ausstellung konzipiert und erarbeitet. „Zum Teil war das schwierig, denn
wir hatten nicht viel Zeit“, erzählt Antje Ludwig, eine der Studentinnen.
Nur ein Semester stand für dieses praktische Seminar zur Verfügung. So
wurden die Bilder, die verlassen in einem Depot stehen, gesichtet, die
geplanten Räume in Mestlin begutachtet und dann die Bilder entsprechend
ausgewählt. Im einstigen Hörsaal sind beispielsweise Landschaftsbilder zu
sehen, die früher die Wände in den Fluren und Konferenzräumen des Palastes
schmückten. Dabei zeigt sich der Hörsaal noch etwas „ruinös“. „Aber das
ist gerade das reizvolle. Wir beleben eine bestehende Hülle ohne oder mit
nur wenig Leben mit Bildern der Zeitgeschichte aus einem Haus, welches
nicht mehr existiert und hauchen damit dem Kulturhaus wieder etwas Leben
ein. Und dieses ruinöse ist hier spürbar“, sagt Antje Ludwig.
„Wir freuen uns, diesen Bildern wieder ein Dach zu
geben und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, erzählt Stauß.
Entgegen kam ihnen, dass dies kostenneutral erfolgt und viele Sponsoren
auch zur Seite stehen. So musste aus versicherungstechnischen Gründen
beispielsweise eine Alarmanlage installiert werden,
da diese Bilder auch ihren Wert haben. Walter Womacka, Fritz Cremer, Lea
Grundig
sind nur einige der Namen bekannter Künstler aus der DDR-Zeit.
siehe auch:
http://www.lueckenstuecke.de/Impressum.html

