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Hier folgt der Rückblick auf die
Sommerkonzerte in der Kirche zu Mestlin
im Jahr 2009
(Auswahl)

Sonntag, 21. Juni 2009, 17.00 Uhr:

Orgelfahrt in schöne Kirchen um Parchim

Musikalische Vesper in Mestlin

Mestlin war die letzte Station einer Orgelreise nach dem Motto "Eine Orgel - zwei Spieler" durch schöne Dorfkirchen um Parchim herum und zugleich der Auftakt der diesjährigen Sommermusiken in der Mestliner Kirche. Zuvor gab es Konzerte in Benthen und Goldberg. An der Orgel diesmal war Doreen von Berg und Fritz Abs, der St. Georgenkantor zu Parchim, die vierhändig die Manuale bedienten.
"Es ist herrlich gewesen, die Konzerte wurden in allen drei Kirchen sehr gut angenommen", resümierte Fritz Abs in Mestlin. Es gab sogar Besucher, die alle drei Konzerte besucht haben und einige Besucher gab es, die erstmals in einer dieser Dorfkirchen waren. "Diese Dorfkirchen sind ein Kleinod architektonischer Kunst und müssen ganz einfach mehr in den Mittelpunkt gestellt werden", meinte Abs.
Gemeinsam mit Doreen von Berg bediente Abs die Orgel und hatte, je nach Klangbild, das musikalische Repertoire zusammengestellt. In Mestlin waren dies Werke von Adolph Friedrich Hesse und Nicolas-Jaques Lemmens. Nach einem gemeinsamen Singen der Konzertbesucher wurde das Adagio für die Flötenuhr in F-Dur von Ludwig van Beethoven vorgestellt. Hier nahm der Komponist nach den Worten Abs’ das Metronom ein wenig aufs Korn und verarbeitete den gleichmäßigen Taktgeber auf eine etwas ironische Weise. Der musikalische Höhepunkt der beiden Organisten war aber ein "musikalischer Scherz", eine Komposition von Gottfried Fischer. Er hatte verschiedene Variationen geschrieben zu "…wenn Mozart 'Geh aus mein Herz und suche Freud’ komponiert hätte…". Hier spürte man die Freude, die der Komponist beim Schreiben der Noten gehabt haben muss.
Insgesamt boten die beiden Künstler eine musikalische Vesper, die optimistisch die neue Woche einläutete.
(entnommen der SVZ, Lokalausgabe Parchim vom 23.06.2009)

Sonntag, 12. Juli 2009, 19.30 Uhr:

Konzert mit dem "Ensemble Neue Horizonte"
Ein Konzert der besonderen Art für verschiedene Instrumente und Klangkörper mit eigenen Kompositionen
 

Ein zartes Spiel mit den Klängen
Außergewöhnliches Konzert in der Mestliner Kirche


Unter dem Motto „Neue Kirchenmusik zwischen Tag und Traum“ wurde den – leider nur sehr wenigen – Besuchern in der Mestliner Kirche ein etwas außergewöhnliches Klangerlebnis geboten.
Zu Gast war erstmals das Ensemble „Neue Horizonte“
mit Ingeborg Sawade und Hanns-Peter Simmendinger aus Hamburg.

Im Altarraum sowie im gegenüberliegenden Teil des Kirchenschiffes hatten die Künstler die Gongs sowie die Klangschalen und die Glockenspiele aufgebaut. Doch was dann die Besucher zu hören bekamen, war keine Musik im herkömmlichen Sinne. Es war eine Sinfonie von Klängen, hervorgerufen durch gefühlvolles, fast zärtliches Spiel mit den Gongs oder den japanischen und tibetanischen Klangschalen. Durch das Wechselspiel zischen den beiden Standorten in der Kirche waren die Besucher mitten in diesem Klangerlebnis und konnten es genießen. Es ist Musik zum In-sich-gehen, zum Genießen und trotz der Klangfülle zur Ruhe zu kommen. „Die wunderbare Akustik in dieser Kirche hat unser Konzert noch intensiver erklingen lassen“, lobte Ingeborg Sawade die Mestliner Dorfkirche am Schluss.
All denen, die am Sonntagabend nicht diesen Auftritt erlebten, denen ist wahrlich ein Klangerlebnis erster Klasse entgangen.

Freitag, 17. Juli 2009, 19.30 Uhr:

Orgelkonzert mit Gerrit de Vries
Ein Konzert zum Wochenausklang mit Romantik pur

Wenn man die Orgelkonzerte in der Mestliner Kirche seit längerem verfolgt, dann weiß man, dass Gerrit de Vries von der Partnerkirchgemeinde Sexbierum /Niederlanden die Mestliner Orgel häufig in ihrer ganzen Volumengröße erklingen lässt. Er spielt mit den elf Registern und weiß sie so zu bedienen, dass die Königin der Instrumente sehr kraftvoll erklingt. Nicht jedoch an diesem Abend. Diesmal erlebten die zahlreichen Besucher einen ganz anderen Kantor. Er setzte zum Wochenausklang auf etwas mehr Romantik und damit auf die ruhigeren Töne, auf die sinnlichen.
Ob das "Andante mit Variationen" von Felix Mendelssohn-Bartholdy oder "Prière à Notre-Dame" von Leon Boëlmann es war Musik zum Wochenausklang, die zur Besinnlichkeit und zur Ruhe nach einer vielleicht hektischen Woche einlud und auf das Wochenende einstimmte. Nur kurz, so beim "Festival Voluntary" von Flor Peeters oder bei "Nun danket alle Gott" von Sigfrid Karg-Ellert, ließ de Vries wieder die Orgel mit voller Kraft erklingen, so wie man den niederländischen Kantor kennt.

Nach diesem Konzert gab es für Gerrit de Vries noch eine kleine Überraschung. Pastor Kornelius Taetow überreichte dem Kantor zur Erinnerung an seine Konzerte in Mestlin einen kleinen Bildband über Mecklenburger Orgelbau.
Gerrit der Vries kommt seit der Orgelweihe im Jahre 2003 mindestens einmal jährlich, mitunter auch öfters, und ist in der Kirchgemeinde Mestlin und darüber hinaus bei den hiesigen Musikfreunden ein immer wieder gern gesehener Organist.

 

 

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