Besondere
und kuriose Storchgeschichten (Archiv)

16. August 1999:
Verschnaufpause für den Storch
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08. Mai 2002:
Adebar stolziert durchs Dorf
Die
Gemeinde Mestlin wird seit Jahren auch als Storchendorf bezeichnet. Auch
Meister Adebar scheint sich dessen bewusst zu sein und stolziert mitten im
Dorf umher. Ob auf dem Rasen am Kulturhaus oder wie auf dem Foto in den
Vorgärten in der Goldberger Straße - er hat vor den Mestlinern scheinbar
keine Angst. Auch auf dem Rudolf-Harbig-Sportplatz wird der Großvogel
regelmäßig gesehen. Vor vielen Jahren musste sogar ein Fußballspiel
unterbrochen werden, weil der Vogel auf dem Rasen stolzierte und sogar auf
der Querlatte des Fußballtores Platz nahm und den Spielern zusah. Die
Vorkommen des Weißstorches werden in der Gemeinde aufmerksam registriert.
MGB
entnommen der
Schweriner Volkszeitung,
Lokalausgabe Parchim vom 08.05.2002
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24. Juli 2002:
"Da brat' mir doch einer
(k)einen Storch"

Am 24. Juli 2002 fiel ein
Jungstorch aus dem Nest bei der Bäckerei Melchert. Als "Ersatznest" suchte
er sich den Rundgrill auf dem Hof aus.
Er fand nach rund zehn Tagen aber den Weg wieder auf sein richtiges Nest.
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21. Juli 2003:
Nun ist es offiziell:
Mestlin ist Storchendorf!
An allen vier
Ausfallstraßen der Gemeinde Mestlin
weisen die neuen Zusatzschilder auf die vielen Störche hin.

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19. März 2005:
Den Sommersitz von Adebar saniert
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28. Juni 2005:
Adebar hat ein schweres Jahr zu überstehen
Im
Storchendorf Mestlin sind in diesem Jahr elf Altstörche gezählt worden.
Dies ist die niedrigste Zahl seit 1994 (siehe:
Tabelle)
und kann damit begründet werden, dass etliche Tiere durch den
Wintereinbruch im März auf ihrem Flug ins Sommerquartier gestört wurden.
Auch mit ihrem Nachwuchs ist es diesmal nicht sehr gut bestellt. So wurden
kürzlich nacheinander vom Nest bei der Bäckerei alle drei Jungtiere aus
dem Nest geworfen. Vermutet wird nun, dass die Tiere einem Storchenkampf
zum Opfer fielen, nach Ansicht mancher Beobachter sind die jetzigen
Adebars kleiner. Es kommt mitunter vor, dass ein Nest von anderen Tieren
in Beschlag genommen und das vorhandene Paar verjagt wird. In Zeiten
schwachen Nahrungsangebotes, das wird diesmal allerdings nicht vermutet,
werfen auch die eigenen Eltern Eier oder ihre Jungtiere hinaus, da keine
Überlebensaussicht besteht.
Unser Foto zeigt ein Elterntier mit zwei Jungtieren auf dem Nest nahe der
Feuerwehr. Hier scheint die Storchenwelt in Ordnung zu sein. MGB
entnommen der
Schweriner Volkszeitung,
Lokalausgabe Parchim vom 25.06.2006
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15. August 2005:
Jungstorch fiel aus seinem
Nest
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Dieser Jungstorch fiel
aus seinem Nest beim Pastorhaus und wird nun vorerst liebevoll von
Anwohnern versorgt. Hoffentlich schafft er es wieder zurück auf sein
Nest... Am nächsten Tag bereits hat er es geschafft! Er ist wieder in
seiner eigenen Kinderstube. |
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30. August 2006:
Adebar vermeldet reichlich
Nachwuchs
13 Jungstörche im
Storchendorf aufgezogen

Jungstörche am Pastorhaus
im Juni 2006
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Vom Storchendorf Mestlin aus
haben die Störche jetzt ihre weite Reise gen Süden angetreten. Von April bis
jetzt wurden zehn Alttiere gezählt, davon haben vier paare ein gemeinsames
Nest bezogen. Mit zehn Alttieren hat sich die Zahl im Vergleich zum
Vorjahr konstant gehalten ebenso wie die Anzahl der Bruttiere. Allerdings
haben diese vier Paare deutlich mehr Nachwuchs groß gezogen als im Vorjahr.
Auf den Nestern bei der Bäckerei, am Friedhof sowie auf dem Forsthof
schlüpften je vier Jungtiere, während im Nest am Pastorhaus drei Vögel das
Licht der Welt erblickten.
Leider sind zwei Tiere verstorben, sodass von den 15 geschlüpften immerhin
13 von den Elterntieren aufgezogen wurden. Das sind acht Jungstörche mehr
als im Vorjahr. Etwas Pech hatte einer der Jungstörche auf dem Nest am
Forsthof. Dieser hatte zu früh seine Flugübungen absolviert, landete etwas
unsanft auf dem Boden und kam nicht mehr in das elterliche Nest. Nach dem
Hinweis des ehemaligen Försters Heinz Kalkhorst wurde das Tier von der
Naturkundlichen Station in Kläden aufgenommen und aufgepäppelt. Allerdings
hatte es erneut Pech. Bei seinem Erstflug verletzte es sich bei dem Versuch
der Landung an einer Freileitung. Nun wird er erst wieder nach der nächsten
Mauser die Flugfähigkeit erlangen können. Den Winter wird er daher gut
beschützt in unseren Breiten verbringen müssen. Für die notwendige Nahrung
in der Naturkundlichen Station sorgt unter anderem der Fischer Norbert Marx
aus Pastin. Und im nächsten Jahr kann der Pechvogel dann bei guten Kräften
die Rückkehrer hier begrüßen.
Michael-Günther Bölsche
entnommen der
Schweriner Volkszeitung, Lokalausgabe
Parchim vom 30.08.2006
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04.
August 2007:
Adebar sammelt sich

Am 04. August 2007 war am alten Ruester Landweg von
Mestlin aus diese Anzahl an Störchen zu beobachten. Es waren 37 Alt- und
Jungstörche, die gemeinsam auf Futtersuche waren. Auf dem frisch
gepflügten Acker war der "Tisch" besonders reichlich gedeckt.
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05.
Oktober 2007:
Adebar ist wieder (noch)
da

Dieser Storch wurde am 05. Oktober 2007 auf einem frisch gepflügten Acker
nahe "Dopp's Teich" gesichtet. Ob er auf seinem Alleinflug hier Rast
machte oder ob er hier überwintern will, ist nicht bekannt. Auf den
umliegenden Nestern ist kein Storch gesichtet worden. Nach Aussagen von
Zoologen hat er aber eine reale Chance, noch in sein südliches
Winterquartier zu fliegen.
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28. Februar 2008:
Neues Nest für Adebar
Mestlin/Langenhagen
Das Storchennest in der Mestliner MTS-Straße ist vor einigen Wochen
zusammengebrochen. Bürgermeister Uwe Schultze reagierte sofort, als er von
dem Schaden hörte.
Die Firma Renal e.V. aus Banzkow hat ein Rad einer alten Beregnungsanlage
mit einem Durchmesser von 1.30 Metern entsprechend umgebaut und zur
Verfügung gestellt. In der Naturkontaktstation Langenhagen des
Fördervereins Langenhägener Seewiesen e.V. ist Anneliese Schliewa nun
dabei, das Nest mit Weidenstöcken zu komplettieren. „Wichtig ist, dass der
Boden dicht ist, der Storch darf nicht hindurch sehen“, meinte sie. So
flechtet sie die Weiden ganz dicht ineinander. Mit einer Grasnarbe wird der
Boden zum Schluss noch bedeckt. Dazu kommen ein paar Kalkspritzer, diese
sollen den gefiederten Großvögeln signalisieren, dass das Nest bereits ein
benutztes sei.
Das abgestürzte Nest ist eines von zwei, die als Ersatz aufgestellt wurden.
An der Stelle stand zuvor die alte Gutsscheune mit zwei Nestern auf den
beiden Giebeln. Während das vordere Ersatznest schnell von Meister Adebar
wieder angenommen wurde, ist das zweite nahe des Düngeschuppens nie richtig
fertig gebaut und daher auch nicht von Meister Storch angenommen worden. Im
Zuge des Neubaus des abgestürzten Nestes soll nun auch das andere fertig
gestellt werden. Die Nestgrundlage aus Metall bereitet die örtliche LPG vor
und die Naturkontaktstation Langenhagen sorgt wieder für das Einflechten der
Weidenstöcke.
Die Gemeinde Mestlin trägt den Zusatznamen Storchendorf. Immerhin 12
Storchennester – auch Horst genannt – werden im Territorium gezählt, von
denen bis zu acht auch von Meister Adebar jährlich bewohnt werden.
Michael-Günther Bölsche
entnommen der
Schweriner Volkszeitung, Lokalausgabe
Parchim vom 28.02.2008
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08. März
2008
Adebar hat eine neue
Wohnung
Defektes Nest im
Storchendorf Mestlin gegen eine Metallkonstruktion getauscht
Ein neues Nest für Meister Adebar wurde gestern von den
Gemeindearbeitern mit starker Unterstützung des Stromversorgers Wemag in
Mestlin aufgestellt. Das vorherige war rund 30 Jahre alt und zerbrochen
MESTLIN - Das
Storchennest auf dem Hof der Familien Elly Bremer und Andy Satzer in der
Goldberger Straße in Mestlin wurde gestern erneuert. Rund 30 Jahre hat die
einstige Holzkonstruktion - einst von den Landwirten und der Freiwilligen
Feuerwehr aufgebaut - gehalten und diente unzähligen Störchen als
Nestgrundlage. Doch nun ist das Holz, welches mit einer alten Radfelge
gekoppelt war, verfault und die Last des Nestes war zu groß. So stürzte es
vor einigen Wochen zusammen (SVZ berichtete).
Nest schwebte mit der mobilen
Hebebühne ein
Als Bürgermeister Uwe Schultze davon hörte, setzte er sich
umgehend mit den Experten der Naturkontaktstation des Fördervereins
Langenhägener Seewiesen zusammen. Auch von der Unteren Naturschutzbehörde
in der Kreisverwaltung kam Unterstützung. Die Behörde vermittelte eine
stabile Metallkonstruktion von dem Verein Renal e. V. aus Banzkow. Die
Wemag, bekannt für ihre Unterstützung beim Erhalt und Wiederaufbau von
Storchennestern, ließ sich auch nicht lange bitten. Nachdem in der
Naturkontaktstation Langenhagen die Metallkonstruktion noch mit
Weidenzweigen "verkleidet" wurde, kam gestern der große Tag des Aufbaus.
Die beiden Gemeindearbeiter Rainer Nörenberg und Walter Groß hatten die
neue Nestgrundlage vorbereitet und Jan Graffenberger stand mit der mobilen
Hebebühne der Wemag bereit. Zuvor entfernte Rainer Nörenberg die Reste des
alten Nestes und dann wurde die neue Konstruktion nach oben gehievt. Doch
nun mussten plötzlich andere Bolzen gefertigt werden. "Die vorgesehenen
waren zu kurz. Wir hatten das Maß eines anderen Mastes genommen, doch der
war nicht so dick", erklärt Walter Groß. Der Energieexperte Jan
Graffenberger gibt sofort die Begründung: "Das hier ist ein etwa zehn bis
elf Mter langer Mast für eine 1-kv Leitung und daher stärker als der
andere, von dem Maß genommen wurde."
Nachdem alles fest verankert war, wurde die Nestfläche noch mit einer
Grasnarbe abgedeckt, damit der Boden dicht ist. Nun sind die Einwohner -
viele haben das Geschehen gestern vor Ort verfolgt - gespannt, ob Familie
Adebar das Nest annimmt und wieder brütet.
An gleicher Stelle stand bis etwa um 1980 herum die einstige Heuscheune.
Auf alten Fotos von 1918 ist zu sehen, dass bereits damals der Storch hier
brütete. Heute werden im Storchendorf 12 Nester gezählt, von denen der
größte Teil alljährlich auch belegt wird. Im vergangenen Jahr wurden zehn
Altstörche gezählt und neun aufgezogene Jungvögel.
Anfang 2000 bis 2004 kamen jedes Jahr im Schnitt 16 Alttiere, die 16 Junge
aufzogen.
Michael-Günther Bölsche
Das alte Nest war völlig verrottet und abgestürzt, die
Reste werden hier entfernt

Jan Graffenberger (li.) von der WEMAG und Rainer Nörenberg
haben das Nest entfernt ...
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... und gemeinsam haben sie das neue Nest auf den alten
Mast gesetzt
(siehe auch: 28.02.2008) |
entnommen der
Schweriner Volkszeitung, Lokalausgabe
Parchim vom 08.03.2008
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24. Juni
2008
Jungstorch aus dem Nest gestoßen
Auf dem Gelände
der Auffangstation für verletzte und verwaiste Wildtiere in Kläden
bei Dobbertin leben Tiere, die von Naturfreunden oder tierliebenden
Mitmenschen abgegeben wurden. Auch ein kleiner Storch, der von seinen
Eltern aus dem Nest an der Mestliner Bäckerei Melchert gestoßen wurde, hat
sich scheinbar eingelebt. „Das Ausstoßen von Jungtieren mangels
Futterangebot ist zwar aus menschlicher Sicht grausam, aber die Natur
kennt kein Mitleid“, sagt Heinz Kriesel,
der Geschäftsführer des Vereins.
Knapp 20 Nestauswürfe sind ihm in den vergangenen Tagen bereits
bekannt geworden, nur zwei Tiere waren überlebensfähig. Das ist der
Mestliner Storch und ein weiterer, der aus einem Nest in Zepelin bei
Bützow stammt. Beide schmiegen sich im Nest aneinander und suchen
scheinbar gegenseitig die Nestwärme. Die beiden von ihren Eltern
ausgestoßenen Tiere sind jetzt Stiefgeschwister und tun fast so, als wären
sie schon immer zusammen gewesen.
Für das notwendige Ersatznest hat Heinz Kriesel Reisigzweige auf einem
Autoreifen platziert und so ein naturgetreues Nest gebaut. Die beiden
jungen Adebare haben es angenommen und sehen gut und kräftig aus. Und vor
allem Hunger haben sie, viel Hunger. „Wir bekommen dankenswerter Weise
Fisch vom Sternberger Fischer Andreas Frischke“, sagt Kriesel und mit der
langen Grillzange reicht er dem Jungstorch eine Plötze. Mit der Pinzette
wird das Wasser gereicht und satt legen sich die beiden Adebars wieder auf
ihren Nestboden.
Informationen über den Verein Förderverein für
die Naturkundliche Station und Tierauffangstation Kläden bei Dobbertin,
SOS-Station für verletzte und verwaiste Wildtiere,
Telefon 0160 / 620 97 46 oder 038 736 / 42 903
(Bei dieser Information handelt es sich um
einen Ausschnitt eines Artikels von M.-G. Bölsche aus der
SVZ,
Lokalausgaben Lübz und Parchim vom 28./29. Juni 2008)
PS.:
Am 18. August 2008 erhielten wir die Nachricht, dass der Storch mit
seinen Artgenossen den Flug gen Süden angetreten hat. Somit hat der
Jungstorch den "Rausschmiss" dank der SOS-Station für verletzte und
verwaiste Wildtiere in Kläden überlebt!
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