Am 25. April rief der Verein "Denkmal Kultur Mestlin"
e.V. zu einem Subbotnik auf. Ziel war der Abriss der Trennwand,
die der einstige Förderverein installiert hatte und seither das große
repräsentative Foyer teilte und viele Mestliner störte. Viele kamen, um
zu helfen. Auch wenn die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, so ist
es wieder als das originale Foyer erkennbar. Die Lampen stammen
ursprünglich aus dem "Gummisaal", der späteren Klubgaststätte.
Treffen der Bürgerinitiative mit
Vertretern des Schweriner Landwirtschaftministeriums, des Landesamtes
für Denkmalpflege, des Institut für ökologische Forschung und Planung
GmbH (biota) zum Thema, wie kommt man an die dringend benötigten
Fördermittel
| Teilnehmer: |
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Katrin Schildt |
Institut für
ökologische Forschung und Planung GmbH (biota) |
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Anja Bollmohr |
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Ewa Prync-Pommerencke |
Landesamt für Kultur- und
Denkmalpflege |
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Thomas Reimann |
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und
Verbraucherschutz |
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Uwe Schultze |
Bürgermeister |
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Michael-Günther Bölsche |
freier Journalist |
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sowie Mitglieder der
Bürgerinitiative |


Zu Beginn startete ein Rundgang um das Kulturhaus und
über den Marx-Engels-Platz
Peter Enterlein sprach zu Beginn noch
einmal über die Vorhaben der Bürgerinitiative, die letztlich dazu dienen
sollen, das Ensemble rings um den Marx-Engels-Platz mit Leben zu
erfüllen. "Diese Altlast mit Denkmalszertifikat ist eine Last, doch wie
kann man dieses Ensemble retten und vor dem weiteren Verfall schützen?",
war eine seiner Kernfragen. Es geht, so Enterlein, um die schrittweise
Verwirklichung der Ziele: Bespielbarkeit des Kulturhauses und Schaffung
von Übernachtungsmöglichkeiten im ehemaligen Pflegeheim. "Die kulturelle
Bedeutsamkeit des Kulturhauses und der Gemeinde von einst wieder
herstellen und dazu die schrittweisen Sanierungsmaßnahmen, die parallel
laufen sollten", forderte die Bürgerinitiative. Die Nutzung soll durch
die Gemeinde erfolgen. An eine Mitverantwortung des Landes wird in
diesem Zusammenhang appelliert.

Ewa Prync-Pommerencke vom Landesamt für Denkmalschutz findet "die Ideen
toll, aber es braucht Finanzen und Personen". "Nebenbei" kann man so ein
Haus nicht wirtschaftlich führen. Und Sponsoren seien ganz wichtig, doch
welches Konzept hat die Bürgerinitiative? "Das Ziel muss die Nutzung
sein, nur dann ist eine Förderung verantwortbar. Auch sie bestätigt,
dass das Kulturhaus und das Ensemble für die Gemeinde eine große
Belastung sei.
Thomas Reimann vom Schweriner Landswirtschaftsministerium schloss
Fördermöglichkeiten zwar nicht aus, meinte aber, dass die Realitäten
eine andere Sprache sprächen. Für die Möglichkeiten von Förderungen
müssten geklärt werden, wer der Betreiber ist, welchen Nutzen es haben
wird, wie die Betriebskosten eingespielt werden, wie will man
wirtschaftliche Engpässe überwinden. Es werden unbedingt
privatwirtschaftlicher Einsatz und Risiko verlangt. "Wer Geld will, muss
auch Geld mitbringen", meinte Reimann und wies darauf hin, dass man
mindestens 51 Prozent der Kosten selber aufbringen müsse. Er selber
glaube aber nicht an eine dauerhafte betriebswirtschaftliche Nutzung.
Diese sei aber notwendig, da man 12 Jahre lang mit einer Rückzahlung der
Fördermittel rechnen müsse, sollte das Projekt nicht wie erwartet
laufen.
Auch die Vertreter vom Institut biota verwiesen auf die
Wirtschaftlichkeit und ein tragfähiges Konzept.
Am Ende waren es ernüchternde Informationen seitens der Vertreter des
Ministeriums, der Denkmalpflege und des biota-Institutes. Aber sie waren
ehrlich, offen und realistisch und es gab dennoch die Erkenntniss, dass
kleine Schritte möglich seien. Thomas Reimann meinte: "Die Visionen der
Bürgerinitiative sind gut, aber wie konkret diese verwirklicht werden
können, ist die Hauptfrage. Die Ziele müssten noch mehr untermauert
werden", so seine Forderung. Und daran will die Bürgerinitiative nun
arbeiten.